Die Geschichte von Claude
Von der Gründung Anthropics 2021 bis Claude Opus 4.8 und dem Mythos-Modell.
Konfidenz-Kennzeichnung
- ✅ Faktum (belegt)
- 🟡 teilweise belegt
- 🔵 Interpretation
- 🎭 Lore / Anekdote
Kategorien
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- Forschung
- Sicherheit
- Modell
- Produkt
Zeitleiste
Fünf Kapitel von der Gründung bis zum Mythos-Modell. Filtere nach Kategorie oder durchsuche alle Ereignisse — jeder Eintrag führt seine Quellen mit.
Ursprung & DNA
Eine Gründung aus Sicherheitsüberzeugung — und die methodische DNA hinter Claude.
Wie alles begann — ein Bruch mit OpenAI über die Frage, wie sicher KI gebaut werden muss.
Gründung von Anthropic
Anthropic wird als KI-Sicherheits- und Forschungsunternehmen gegründet; das Gründungsteam (u.a. Dario & Daniela Amodei) verlässt OpenAI wegen Differenzen über Sicherheit und Ausrichtung.
Das Gründungsteam – darunter die Geschwister Dario und Daniela Amodei, Jared Kaplan, Tom Brown und Chris Olah – verließ OpenAI aus Differenzen über Sicherheitsstrategie und Ausrichtung. Anthropic ist als Public Benefit Corporation organisiert und sichert seine Mission zusätzlich über einen Long-Term Benefit Trust ab. Der Leitgedanke von Anfang an: Sicherheit und Interpretierbarkeit müssen als eigene Disziplin mitwachsen, nicht als nachträglicher Anbau.
Im Kapitel weiterlesen →Series A (124 Mio. USD)
Erste große Finanzierungsrunde über 124 Mio. USD (u.a. Jaan Tallinn, Dustin Moskovitz).
Die 124-Mio.-Runde (u. a. mit Jaan Tallinn und Dustin Moskovitz) finanzierte Rechenleistung und Teamaufbau. Große strategische Investitionen von Google und Amazon folgten ab 2023 und machten Anthropic zu einem der bestfinanzierten KI-Labore.
Die methodische DNA: ein Modell, das seine Antworten an einer „Verfassung“ selbst überprüft.
Constitutional AI (Paper)
Veröffentlichung von „Constitutional AI: Harmlessness from AI Feedback“ (arXiv:2212.08073) – methodische DNA hinter Claude (RLAIF, Selbstkritik anhand einer „Verfassung“).
Statt sich allein auf menschliches Feedback (RLHF) zu stützen, kritisiert und überarbeitet das Modell seine eigenen Antworten anhand eines expliziten Prinzipienkatalogs – einer „Verfassung“. Dieses Verfahren (RLAIF) wurde zur methodischen Grundlage aller Claude-Modelle und wird durch die Responsible Scaling Policy ergänzt, die Sicherheitsanforderungen an die Modellfähigkeit koppelt.
Claude betritt die Welt
Von der ersten API zu claude.ai: die ersten Modelle und der 200K-Kontext.
Claude 1 & Claude InstantClaude 1
Erste Claude-Modelle, zunächst über begrenzten API-Zugang.
Die ersten Claude-Modelle waren zunächst nur über begrenzten API-Zugang erreichbar. Claude Instant trat als schnellere, günstigere Variante an – das Muster aus starkem Hauptmodell und schlankem Schwestermodell zieht sich bis heute durch die Reihe.
Claude 2Claude 2
Erste öffentliche Verfügbarkeit über claude.ai; besseres Reasoning und Coding.
Mit Claude 2 wurde Claude erstmals öffentlich über claude.ai zugänglich – nicht mehr nur per API. Verbesserte Fähigkeiten in Reasoning und Programmierung legten den Grundstein für Claudes späteren Ruf als Coding-Modell.
Claude Instant 1.2Claude Instant 1.2
Schnelleres, günstigeres Modell mit 100K-Token-Kontext.
Claude Instant 1.2 brachte ein 100K-Token-Kontextfenster bei niedrigen Kosten und hoher Geschwindigkeit. Lange Kontexte wurden so früh zu einem Markenzeichen von Anthropic.
Im Kapitel weiterlesen →Claude 2.1 (200K-Kontext)Claude 2.1
200K-Token-Kontextfenster, weniger Halluzinationen, frühe Tool-Use-Unterstützung.
Das 200K-Token-Fenster verdoppelte den Kontext und reduzierte Halluzinationen spürbar; zugleich kam erste Tool-Use-Unterstützung. Der Trend zu immer größeren Kontexten setzte sich später bis zu 1 Mio. Token fort.
Werkzeuge & Multimodalität
Die Claude-3-Ära, Artifacts, Computer Use und der offene Standard MCP.
Claude 3 Familie (Opus, Sonnet)Claude 3
Drei Stufen (Haiku/Sonnet/Opus), erstmals Vision für alle Stufen, 200K-Kontext. Haiku folgte am 13. März.
Erstmals erschien eine abgestufte Familie – Haiku (schnell), Sonnet (ausgewogen), Opus (stärkstes Modell) – mit Bildverständnis (Vision) für alle Stufen. Dieses Drei-Stufen-Schema wurde zum dauerhaften Namensmuster der Reihe.
Claude 3.5 Sonnet + ArtifactsClaude 3.5 Sonnet
Übertraf das alte Opus bei doppelter Geschwindigkeit; Einführung von Artifacts (separates Arbeitspanel).
Das mittlere Modell übertraf das alte Spitzenmodell Opus bei doppelter Geschwindigkeit. Mit Artifacts führte Anthropic zugleich ein separates Arbeitspanel für Code und Dokumente ein – ein erster Schritt weg vom reinen Chat.
Im Kapitel weiterlesen →„Neues“ 3.5 Sonnet, 3.5 Haiku & Computer UseClaude 3.5 Sonnet (new)
Großer Coding-Sprung (SWE-bench Verified 33% → 49%); Computer Use (Beta) erlaubt Claude, Maus/Tastatur/Bildschirm zu bedienen.
Der Coding-Sprung war deutlich (SWE-bench Verified 33 % → 49 %). Computer Use erlaubte Claude erstmals, Maus, Tastatur und Bildschirm wie ein Mensch zu bedienen – der konzeptionelle Beginn der agentischen Werkzeuge.
Im Kapitel weiterlesen →Claude Desktop (Mac & Windows)
Native Desktop-Apps (Public Beta); später durch MCP zur Werkzeug-Drehscheibe. Am 14.04.2026 für parallele Agenten neu gestaltet.
Zunächst eine native Hülle um claude.ai mit Komfort wie globalem Hotkey und Diktat. Durch MCP wurde die App kurz darauf zur Werkzeug-Drehscheibe; am 14. April 2026 wurde sie für parallele Agenten neu gestaltet (Tabs Chat/Cowork/Code).
Im Kapitel weiterlesen →Model Context Protocol (MCP)
Offener Standard (Open Source) zur Anbindung von KI an Werkzeuge und Datenquellen; wurde Industriestandard.
MCP löst das „N×M-Integrationsproblem“: Statt für jede Datenquelle einen eigenen Konnektor zu bauen, sprechen alle über ein Protokoll. Der offene Standard wurde breit adoptiert und machte aus Claude einen Assistenten, der mit lokaler Umgebung und Werkzeugen interagiert.
Reasoning & Agenten
Extended Thinking, Claude Code und der Generationssprung der 4er-Reihe.
Claude 3.7 Sonnet + Claude Code (Preview)Claude 3.7 Sonnet
Erstes hybrides Reasoning-Modell mit Extended Thinking; zugleich Start von Claude Code als agentisches CLI (Research Preview).
Das erste hybride Reasoning-Modell mit steuerbarem „Extended Thinking“ (Nachdenk-Budget). Gleichzeitig startete Claude Code als agentisches CLI – der Beginn der „agentischen Wende“.
Im Kapitel weiterlesen →Claude 4 (Opus 4 / Sonnet 4) + Claude Code GAClaude Opus 4 / Sonnet 4
Generationssprung mit Fokus auf langlaufende, agentische Aufgaben und Coding; Claude Code wird allgemein verfügbar (IDE-Erweiterungen, GitHub Actions).
Der Generationssprung legte den Fokus auf langlaufende, agentische Aufgaben und Coding; Claude Code wurde allgemein verfügbar (IDE-Erweiterungen, GitHub Actions). Damit verschob sich Claude vom Chatbot zum eigenständig arbeitenden Werkzeug.
1-Mio.-Token-KontextfensterClaude Sonnet 4
Erste öffentliche Verfügbarkeit des 1M-Kontexts (mit Sonnet 4); später allgemein in der 4.6-Generation.
Mit Sonnet 4 wurde erstmals ein 1-Mio.-Token-Kontext öffentlich verfügbar – genug für ganze Codebasen oder Bücher. In der 4.6-Generation wurde der Millionen-Kontext zum Standard.
Claude Opus 4.1Claude Opus 4.1
Inkrementelles Coding-Upgrade von Opus 4 (SWE-bench Verified ~74,5%).
Ein inkrementelles, aber spürbares Coding-Upgrade von Opus 4 (SWE-bench Verified ~74,5 %). Solche Punktversionen hielten die Spitze zwischen den großen Generationssprüngen aktuell.
Claude Sonnet 4.5Claude Sonnet 4.5
Wurde zum meistgenutzten Arbeitsmodell, u.a. Standard in Claude Code.
Sonnet 4.5 wurde zum meistgenutzten Arbeitsmodell und Standard in Claude Code. In der Community galt es als zuverlässiges „Arbeitspferd“.
Im Kapitel weiterlesen →Claude Haiku 4.5Claude Haiku 4.5
Erstes Haiku mit Extended Thinking; nahe an Sonnet-4.5-Coding-Leistung zu einem Bruchteil der Kosten.
Das erste Haiku mit Extended Thinking erreichte nahezu Sonnet-4.5-Coding-Niveau zu einem Bruchteil der Kosten. Damit wurde leistungsfähiges Reasoning auch im günstigen Segment verfügbar.
Claude Opus 4.5Claude Opus 4.5
Neues Flaggschiff der 4.x-Reihe.
Das neue Flaggschiff der 4.x-Reihe führte die Modellpalette an und bildete kurz darauf die Grundlage für Claude Cowork.
Jüngste Generation & Mythos
1M-Kontext, Subagenten-Schwärme — und ein bewusst zurückgehaltenes Modell.
Claude Cowork (Research Preview)Claude Opus 4.5
Bringt Claude Codes agentische Fähigkeiten in eine GUI im Claude Desktop für nicht-technische Wissensarbeit (Pro 16.01., Team/Enterprise 23.01.). Zum Start auf Opus 4.5.
Cowork bringt die agentischen Fähigkeiten von Claude Code in eine grafische Oberfläche im Desktop – für nicht-technische Wissensarbeit. Es läuft lokal in einer isolierten VM mit Zugriff auf freigegebene Ordner und MCP-Integrationen und koordiniert Subagenten; der Mensch bestätigt jeden Zugriff.
Im Kapitel weiterlesen →Claude Opus 4.6Claude Opus 4.6
Erstes Opus mit 1M-Token-Kontext (Beta), vier Effort-Stufen, Agent Teams in Claude Code (Research Preview).
Das erste Opus mit 1-Mio.-Token-Kontext (Beta) bot vier Effort-Stufen (low–max) und brachte Agent Teams in Claude Code (Research Preview). Die feinkörnige Steuerung des „Denk-Aufwands“ wurde zum wiederkehrenden Thema der Reihe.
Claude Sonnet 4.6Claude Sonnet 4.6
Nachfolger von Sonnet 4.5, 1M-Kontext. (Datum vorwiegend aus Sekundärquellen.)
Nachfolger von Sonnet 4.5 mit 1-Mio.-Kontext. Das genaue Veröffentlichungsdatum stützt sich vorwiegend auf Sekundärquellen und ist daher mit leichter Vorsicht zu lesen.
Im Kapitel weiterlesen →Claude-Desktop-App neu gestaltet
Native Umgebung für parallele Agenten (nicht mehr nur Terminal-Hülle); Tabs Chat / Cowork / Code.
Die Desktop-App wurde von einer Terminal-Hülle zu einer nativen Umgebung für parallele Agenten umgebaut, mit den Tabs Chat, Cowork und Code. (Detail teils aus Sekundärquellen.)
Claude Opus 4.7Claude Opus 4.7
Deutlicher Coding-/Agenten-Fortschritt, neue Effort-Stufe „xhigh“, bessere Vision; Cyber-Sicherheitsfilter. Anthropic räumte ein: dem Mythos-Modell unterlegen.
Deutlicher Coding-/Agenten-Fortschritt mit neuer Effort-Stufe „xhigh“ und besserer Vision, ausgeliefert mit Cyber-Sicherheitsfiltern. Bemerkenswert: Anthropic räumte offen ein, dass Opus 4.7 dem zurückgehaltenen Mythos-Modell unterlegen ist.
Im Kapitel weiterlesen →Der Wendepunkt — erstmals hält ein führendes Labor sein stärkstes Modell bewusst zurück. Sicherheit als Release-Bremse.
Mythos Preview (unveröffentlicht)Claude Mythos Preview
Frontier-Modell, das Anthropic bewusst NICHT öffentlich freigibt (autonome Schwachstellen-Findung). Zugang nur über Project Glasswing für defensive Cybersicherheit.
Mythos ist ein reales Frontier-Modell, das Anthropic bewusst NICHT öffentlich freigab: Es kann autonom Software-Schwachstellen finden und ausnutzen – besser als nahezu alle menschlichen Experten. Der Zugang läuft nur über das einladungsbasierte Project Glasswing für ausschließlich defensive Cybersicherheit. Erstmals hielt ein führendes Labor sein stärkstes Modell aus Sicherheitsgründen zurück.
Im Kapitel weiterlesen →Claude Opus 4.8Claude Opus 4.8
Aktuelles Flaggschiff. Neu: Effort-Control (claude.ai/Cowork), Dynamic Workflows in Claude Code (Hunderte paralleler Subagenten), Fast Mode. Model-ID claude-opus-4-8.
Das aktuelle Flaggschiff bringt Effort-Control in claude.ai und Cowork, Dynamic Workflows in Claude Code (Hunderte paralleler Subagenten) und einen Fast Mode. Model-ID claude-opus-4-8.
Im Kapitel weiterlesen →Sechs ausführliche Teile mit Quellenkritik, Datierung und Einordnung — auf einer eigenen, ruhigen Leseseite.
