Die Geschichte von NVIDIA
Von der GPU-Schmiede über CUDA und AlexNet zu Mellanox, Blackwell, Vera Rubin und Nemotron 3 Ultra — wie NVIDIA zum Compute-Fundament des KI-Zeitalters und zum wertvollsten Unternehmen der Welt wurde.
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Zeitleiste
Vier Kapitel von der Gründung 1993 über CUDA und AlexNet bis zu Vera Rubin in voller Produktion, Nemotron 3 Ultra und den Rekordzahlen 2026. Filtere nach Kategorie oder durchsuche alle Ereignisse — jeder Eintrag führt seine Quellen mit.
Gründung, GPU & CUDA
Vom Denny's-Start über den GPU-Begriff bis zur strategischen Wette CUDA.
Gründung von NVIDIA
Jensen Huang, Chris Malachowsky und Curtis Priem gründen NVIDIA. Aus einer Grafikchip-Firma wird später die zentrale Infrastrukturplattform des KI-Zeitalters.
GeForce 256 und der Begriff GPUGeForce 256
Mit GeForce 256 prägt NVIDIA den Begriff Graphics Processing Unit. Die massive Parallelität von Grafikchips wird später zur Grundlage für GPU-Deep-Learning.
Die strategischste Entscheidung der Firmengeschichte — der Software-Burggraben.
CUDA macht GPUs programmierbarCUDA
CUDA macht NVIDIA-GPUs für allgemeine parallele Berechnungen nutzbar. Diese Softwareentscheidung wird später zum Kern des KI-Burggrabens.
Im November 2006 lancierte NVIDIA mit der GeForce 8800 GTX CUDA — und machte GPUs erstmals in Standard-C für beliebige parallele Berechnungen programmierbar, nicht nur für Grafik. Jensen Huang ordnete an, CUDA in jede NVIDIA-GPU zu integrieren, vom Budget-Chip bis zur Workstation. Die Entscheidung kostete jahrelang Milliarden an R&D, baute aber einen Software-Graben auf, der heute schwerer zu überwinden ist als jeder Chip-Vorsprung: cuDNN, NCCL, TensorRT, NIM und Dynamo bauen alle darauf auf, und über vier Millionen Entwickler programmieren auf CUDA.
Im Kapitel weiterlesen →Der Deep-Learning-Funke
AlexNet, DGX-1 für OpenAI und die Tensor Cores.
Der Funke: GPU-Deep-Learning gewinnt ImageNet — auf zwei Consumer-Karten.
AlexNet beweist GPU-Deep-Learning
AlexNet gewinnt ImageNet mit großem Vorsprung und wird auf zwei NVIDIA GTX 580 trainiert. Das macht GPU-beschleunigtes Deep Learning praktisch sichtbar.
Im Herbst 2012 gewann AlexNet — entwickelt von Alex Krizhevsky, Ilya Sutskever und Geoffrey Hinton — den ImageNet-Wettbewerb mit großem Vorsprung, trainiert auf nur zwei NVIDIA GTX 580. Die Arbeit zeigte, dass GPU-beschleunigtes Deep Learning konventionellen Methoden überlegen ist. NVIDIA hatte diesen Wandel nicht selbst initiiert, aber seine Hardware ermöglichte ihn — und das Unternehmen richtete sich daraufhin konsequent auf KI-Compute aus.
DGX-1DGX-1
NVIDIA stellt DGX-1 als integrierten KI-Supercomputer vor. Die frühe DGX-Verbindung zu OpenAI wird später zum Symbol der NVIDIA/OpenAI-Compute-Beziehung.
Volta und Tensor CoresV100
Mit Volta/V100 führt NVIDIA Tensor Cores ein, spezialisierte Einheiten für die Matrixoperationen neuronaler Netze.
Datacenter-Stack & Architektur-Generationen
Mellanox, A100, H100/H200, die ChatGPT-Explosion, Blackwell — und 3 Billionen Börsenwert.
Der unterschätzte Kauf, der NVIDIA rack-scale machte.
Mellanox-Übernahme
NVIDIA schließt die Übernahme von Mellanox für rund 7 Mrd. USD ab. Damit wird Netzwerk- und Scale-out-Kompetenz ein Kernbestandteil des KI-Stacks.
Am 27. April 2020 schloss NVIDIA die rund 7 Mrd. USD teure Übernahme von Mellanox ab — in der KI-Geschichte oft unterschätzt. Für große Sprachmodelle zählt nicht nur die Leistung einer einzelnen GPU, sondern das Verbinden tausender GPUs zu einem System: Latenz, Topologie, Bandbreite, Kühlung. Mellanox brachte InfiniBand und Hochleistungsnetzwerke und legte damit das Fundament für NVIDIAs spätere Rack-Scale-Systeme wie GB200 NVL72. Strategisch war Mellanox fast so wichtig wie A100 oder H100.
Im Kapitel weiterlesen →A100 (Ampere)A100
A100 wird das erste große Datacenter-Flaggschiff der modernen KI-Ära und dominiert frühe LLM-Trainingscluster.
Arm-Übernahme scheitert
NVIDIA und SoftBank beenden die geplante Arm-Übernahme wegen regulatorischer Hürden. Der Fall zeigt früh, wie stark NVIDIAs Plattformmacht politisch beobachtet wird.
Der Motor der LLM-Ära — nach ChatGPT die begehrteste Ressource der Branche.
H100 (Hopper)H100
H100 wird zum zentralen LLM-Beschleuniger der ChatGPT-Ära. Hopper bringt unter anderem FP8-Unterstützung und starke Transformer-Leistung.
Die H100 (Hopper, 2022) bot deutlich höhere Transformer-Leistung als die A100 und führte das FP8-Datenformat für LLM-Training ein. Als ChatGPT im November 2022 erschien, explodierte die Nachfrage: H100-GPUs waren bis Ende 2023 nahezu unbeschaffbar, mit Wartezeiten von sechs bis zwölf Monaten. Die H100 wurde zum Sinnbild des Compute-Engpasses, der das gesamte KI-Rennen prägte — und zum Motor von NVIDIAs historischem Umsatz-Steilflug. Die H200 (November 2023) erweiterte Hopper um HBM3e-Speicher (141 GB, 4,8 TB/s).
H200 mit HBM3eH200
NVIDIA erweitert Hopper mit H200. Das Modell bietet laut NVIDIA 141 GB HBM3e und 4,8 TB/s Bandbreite für generative KI und HPC.
GB200 NVL72 — das leistungsfähigste kommerzielle KI-System.
Blackwell und GB200 NVL72Blackwell / GB200 NVL72
NVIDIA stellt Blackwell vor. GB200 NVL72 verschiebt den Fokus von Einzel-GPUs zu rack-scale KI-Supercomputern mit 72 GPUs.
Blackwell (März 2024) kombiniert zwei Chips zu einer logischen GPU mit 208 Milliarden Transistoren. Das flüssigkeitsgekühlte GB200 NVL72 — ein Rack mit 72 Blackwell-GPUs und 36 Grace-CPUs — gilt als eines der leistungsfähigsten kommerziell verfügbaren KI-Systeme; NVIDIA nennt 25-fache Leistung pro Watt gegenüber H100 (Eigenangabe). 2024 gab es allerdings Berichte über Design-, Ramp- und Thermalprobleme; Jensen Huang bestätigte später einen behobenen Designfehler. Bis 2025 meldete NVIDIA NVL72 in voller Produktion — kein problemloser Start, aber ein gelungener Hochlauf.
Im Kapitel weiterlesen →3-Billionen-USD-Börsenwert
NVIDIA erreicht durch die KI-Nachfrage die Spitzengruppe der wertvollsten börsennotierten Unternehmen.
Run:ai-ÜbernahmeRun:ai
NVIDIA übernimmt Run:ai, einen Anbieter für GPU-Orchestrierung. Die Übernahme stärkt NVIDIAs Kontrolle über Auslastung, Scheduling und AI-Factory-Betrieb.
KI-Nervensystem der Welt
Voller Stack, Nemotron 3 Ultra, Vera Rubin in Produktion, Mega-Deals, China-Rinnsal, Rekordzahlen und ~5,6 Billionen USD.
RTX 50, Project DIGITS und CosmosRTX 50 / DIGITS / Cosmos
Auf der CES 2025 stellt NVIDIA GeForce RTX 50/DLSS 4, Project DIGITS als persönlichen AI-Supercomputer und Cosmos als World-Foundation-Model-Plattform vor.
Dynamo, GR00T N1 und Blackwell UltraDynamo / GR00T N1 / Blackwell Ultra
Auf der GTC 2025 zeigt NVIDIA Dynamo für Reasoning-Inferenz, Isaac GR00T N1 für humanoide Robotik und Blackwell Ultra/Vera-Rubin-Roadmap.
H20 wird lizenzpflichtigH20
Die USA machen H20-Exporte nach China lizenzpflichtig. NVIDIA verbucht in Q1 FY2026 eine 4,5-Mrd.-USD-Belastung und kann zusätzlich 2,5 Mrd. USD H20-Umsatz nicht ausliefern.
NVLink FusionNVLink Fusion
NVIDIA öffnet NVLink Fusion für semi-custom AI Infrastructure. Partner können CPUs, Custom-ASICs und NVIDIA-Netzwerk/Software enger verbinden.
China/SAMR verschärft Antitrust-Druck
Chinas Marktregulator erklärt nach vorläufiger Untersuchung, NVIDIA habe Bedingungen der Mellanox-Freigabe verletzt; NVIDIA sagt, es halte sich an das Gesetz.
Intel-Partnerschaft und 5-Mrd.-USD-Investmentx86 RTX / NVIDIA custom CPUs
NVIDIA und Intel kündigen gemeinsame Datacenter- und PC-Produkte an; NVIDIA soll 5 Mrd. USD in Intel-Aktien investieren.
Bis zu 100 Mrd. USD und 10 Gigawatt — der größte Compute-Deal der KI-Geschichte (zunächst Letter of Intent).
OpenAI-Partnerschaft über 10 GWVera Rubin
OpenAI und NVIDIA kündigen eine strategische Partnerschaft an: mindestens 10 GW NVIDIA-Systeme und bis zu 100 Mrd. USD NVIDIA-Investition, progressiv je Gigawatt. Es handelt sich zunächst um eine Absichtserklärung.
Am 22. September 2025 kündigten NVIDIA und OpenAI eine strategische Partnerschaft an: NVIDIA will progressiv bis zu 100 Mrd. USD in OpenAI investieren, sobald Gigawatt-Phasen ausgerollt werden, verknüpft mit mindestens zehn Gigawatt NVIDIA-Infrastruktur für OpenAIs nächste Modellgeneration; die erste Phase soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 mit der Vera-Rubin-Plattform anlaufen. OpenAI formulierte dies zunächst als Letter of Intent — Details sollten später finalisiert werden. Es ist dennoch der bislang größte Compute-Deal der KI-Geschichte und zeigt, wie tief NVIDIA mit den größten Modell-Laboren verflochten ist.
Rubin-PlattformRubin / Vera Rubin
NVIDIA stellt die Rubin-Plattform mit neuen Chips und Vera-Rubin-NVL72-Rack-Scale-Systemen als nächste Generation nach Blackwell vor.
FY2026: 215,9 Mrd. USD Umsatz
NVIDIA meldet für FY2026 215,9 Mrd. USD Umsatz, davon 193,7 Mrd. USD im Datacenter. Die Firma wird bilanziell zur KI-Infrastrukturmaschine.
OpenAI: 30 Mrd. statt 100-Mrd.-Konstrukt
Der bis zu 100 Mrd. USD schwere OpenAI-Letter-of-Intent vom September 2025 wird nie finalisiert. Stattdessen beteiligt sich NVIDIA Berichten zufolge mit rund 30 Mrd. USD an OpenAIs 122-Mrd.-USD-Runde bei 852 Mrd. USD Bewertung.
Der 100-Mrd.-USD-LoI war an progressiv ausgerollte Gigawatt-Phasen geknüpft und wurde nach übereinstimmenden Berichten nie in eine endgültige Vereinbarung überführt; NVIDIA selbst bezeichnete die 100 Mrd. zuletzt als nie finalisiert. An ihre Stelle trat eine schlichtere Lösung: rund 30 Mrd. USD Direktinvestment im Rahmen der 122-Mrd.-USD-Runde vom 31. März 2026 (Ankerinvestoren berichtetermaßen Amazon ~50, NVIDIA ~30 und SoftBank ~30 Mrd. USD). Die 10-GW-Infrastrukturpartnerschaft selbst bleibt bestehen; ihre erste Phase soll mit der Vera-Rubin-Plattform anlaufen.
Im Kapitel weiterlesen →Open Model Families 2026GR00T N1.7 / Cosmos 3 / Alpamayo 1.5
NVIDIA erweitert seine offenen Modellfamilien für agentische, physische und Healthcare-KI, darunter GR00T N1.7, Alpamayo 1.5 und Cosmos 3.
Um die 5 Billionen USD — je nach Tag das wertvollste Unternehmen der Welt.
Börsenwert um bzw. über 5 Billionen USD
NVIDIAs Börsenwert bewegt sich 2026 je nach Tag und Quelle um bzw. über 5 Billionen USD. Die Einordnung als wertvollstes Unternehmen ist eine Momentaufnahme.
Im April 2026 schloss NVIDIA erstmals oberhalb von 5 Billionen USD Börsenwert; 2026 bewegt sich der Wert je nach Tag und Quelle um bzw. über diese Marke — „wertvollstes Unternehmen der Welt“ ist daher eine Momentaufnahme, keine dauerhaft stabile Aussage. Getragen wird die Bewertung von einer der steilsten Wachstumskurven der Tech-Geschichte: Rekordumsatz von 215,9 Mrd. USD im Geschäftsjahr 2026 (193,7 Mrd. davon Rechenzentrum) und ein Q1-FY2027-Umsatz von 81,6 Mrd. USD (+85 % YoY), davon 75,2 Mrd. aus dem Rechenzentrum (+92 %). NVIDIA verdient nicht am besten Modell, sondern an der Hardware, auf der alle Modelle entstehen.
Q1 FY2027: 81,6 Mrd. USD Umsatz
NVIDIA meldet 81,6 Mrd. USD Quartalsumsatz und 75,2 Mrd. USD Datacenter-Umsatz. Außerdem: 80 Mrd. USD zusätzliche Aktienrückkäufe, Dividendenerhöhung und neue Berichtslogik mit Data Center und Edge Computing.
Computex 2026: Nemotron 3 UltraNemotron 3 Ultra
Auf der Computex in Taipei kündigt NVIDIA Nemotron 3 Ultra an — das größte offene Nemotron-Modell: Mixture-of-Experts mit rund 550 Mrd. Parametern (55 Mrd. aktiv) und 1 Mio. Token Kontext. Berichte nennen es das intelligenteste Open-Weights-Modell eines US-Labors.
Jensen Huang eröffnete die Computex-2026-Keynote am 1. Juni in Taipei mit dem Launch (zuvor per Teaser angekündigt); die offenen Gewichte folgten am 4. Juni 2026. NVIDIA positioniert Nemotron 3 Ultra für langlaufende Agenten: schnelleres Reasoning bei niedrigeren Kosten. Beobachter ordneten es als stärkstes offenes Modell eines US-Labors ein — weiterhin mit Abstand hinter den chinesischen Open-Weight-Spitzenmodellen. Damit baut NVIDIA seine Rolle als Modellanbieter weiter aus, ohne das Infrastruktur-Geschäftsmodell zu ändern.
Im Kapitel weiterlesen →ISC 2026: Vera Rubin NVL4 und 35 neue KI-SupercomputerVera Rubin NVL4
Zur ISC High Performance 2026 kündigt NVIDIA Vera-Rubin-Systeme für Wissenschafts-Supercomputer an: NVL4-Systeme ab Q4 2026 über Systemhersteller, dazu ein Rekord von 35 neuen KI-HPC-Supercomputern in Europa.
Das Vera-Rubin-NVL4-„Tray“ kombiniert 4 Rubin-GPUs und 2 Vera-CPUs (NVLink der sechsten Generation, NVLink-C2C), ist MGX-kompatibel und flüssigkeitsgekühlt; NVIDIA nennt gegenüber Grace Hopper 4× wissenschaftliche Simulationsleistung und 6× KI-Trainingsleistung für Wissenschaft (Firmenangaben). Parallel meldet NVIDIA einen Rekord von 35 neuen KI-HPC-Supercomputern in Entwicklung in Europa — Sovereign-AI-Infrastruktur wird zum eigenen Marktsegment.
Im Kapitel weiterlesen →Vera Rubin läuft in die volle ProduktionVera Rubin / Spectrum-6
Vera Rubin ramped in die volle Produktion: Racks laufen bei CoreWeave, Google Cloud, Microsoft Azure, Oracle Cloud und Nebius; die Spectrum-6-Switches der Plattform treffen in den Gigascale-AI-Factories ein.
Im Q2-FY2027-Bericht meldet NVIDIA die Vera-Rubin-Plattform in voller Produktion — Jensen Huang: „built to power exactly this moment“. Die Spectrum-6-Switch-Systeme (steckbare und co-packaged Optik) rollen weltweit aus; parallel kommen Vera (die erste für KI-Agenten gebaute CPU), BlueField-4 STX mit In-Silicon-Sicherheit und die DSX-Plattform als Bauplan für AI Factories. Blackwell führt unterdessen alle Kategorien der MLPerf-Training-6.0-Benchmarks an (NVIDIA-Angabe).
NVIDIA Groq 3 LPX in voller ProduktionGroq 3 LPX
Der aus dem Groq-Deal hervorgegangene Inferenz-Beschleuniger Groq 3 LPX geht in die volle Produktion — ausgelegt auf niedriglatente Token-Generierung für KI-Agenten; Nebius will Racks noch 2026 anbieten.
Hintergrund ist der rund 20 Mrd. USD schwere Deal vom Dezember 2025: NVIDIA lizenziert Groqs LPU-Technologie nicht-exklusiv und übernimmt Gründer Jonathan Ross sowie den Großteil des Teams; GroqCloud läuft unter neuem CEO unabhängig weiter. Aus dem Deal entstand die „NVIDIA Groq“-Produktlinie — NVIDIAs Antwort auf den Inferenz-Markt jenseits der eigenen GPU-Architektur.
Im Kapitel weiterlesen →+106 % zum Vorjahr, 89 Mrd. Datacenter — und der Ausblick auf 108 Mrd. kommt weiterhin ohne einen Dollar China-Umsatz aus.
Q2 FY2027: 96,2 Mrd. USD Umsatz
NVIDIA meldet 96,2 Mrd. USD Quartalsumsatz (+106 % zum Vorjahr), davon 89,0 Mrd. USD Data Center (+117 %) und 7,2 Mrd. USD Edge Computing. Der Q3-Ausblick von 108 Mrd. USD enthält erneut keinen China-Data-Center-Compute-Umsatz.
Bruttomarge 75,0 % (GAAP wie Non-GAAP), verwässerter GAAP-Gewinn je Aktie 2,46 USD, Nettogewinn 59,7 Mrd. USD. Rund 26 Mrd. USD wurden im Quartal über Rückkäufe und Dividenden an Aktionäre zurückgeführt; ~99 Mrd. USD Rückkauf-Autorisierung verbleiben. Gleichzeitig kündigte NVIDIA Compute-Finanzierungsplattformen mit Apollo, BlackRock, Blackstone, Brookfield, Goldman Sachs und KKR an, die über Zeit mehr als 500 Mrd. USD Drittkapital für den KI-Infrastruktur-Ausbau mobilisieren sollen (vorbehaltlich endgültiger Verträge) — plus Sovereign-AI-Programme mit Japan (erste nationale KI-Infrastruktur) und Korea (SK Telecom, NAVER, Brookfield im Gigawatt-Maßstab) sowie Vera-CPU-Einsatz bei SpaceXAI.
China: H200-Rinnsal statt großer Rückkehr
H200-Exporte nach China laufen gegen eine 25-%-Abgabe nur schleppend an: Berichte nennen Auslieferungen von rund 13 % der bewilligten Quoten. Der US-Senat diskutiert mit dem AI OVERWATCH Act ein gesetzliches Blackwell-Verbot für China.
Seit Anfang 2026 kann NVIDIA limitierte H200-Mengen nach China liefern — gegen eine Abgabe von 25 % und mit Quoten (Berichte nennen u. a. 75.000 Einheiten je für ByteDance und Tencent). Doch auch Peking bremst: Zoll und Behörden halten Käufer zurück, sodass nur ein Bruchteil der Quoten abgerufen wird; Chinas KI-Chip-Markt hat sich längst Richtung Huawei gedreht (Schätzungen sehen NVIDIAs Anteil im einstelligen Bereich). Im US-Senat liegt der AI OVERWATCH Act, der Verkäufe der Blackwell-Klasse an China für mindestens zwei Jahre gesetzlich sperren würde. NVIDIAs Q3-Ausblick enthält deshalb erneut keinen China-Data-Center-Umsatz.
Im Kapitel weiterlesen →Neun Teile mit Quellenkritik, Datierung und Einordnung — von der GPU-Erfindung über Mellanox und Blackwell bis zu Mega-Deals, Geopolitik und Rekordzahlen.
